Wissensportal Kolumbien

Ajiaco

Ajiaco
Diese typische Speise Kolumbiens ist eine sämige Hühnersuppe mit verschiedenen Kartoffelsorten und Maiskolben, die üblicherweise mit Sahne und Kapern garniert wird und mit Avocado und einer Portion Reis gereicht wird. Das Grundgewürz für den Ajiaco ist Guasca, das „Kleinblütige Knopfkraut“ oder „Franzosenkraut“.

Bogotá

Bogotá ist der größte städtische Ballungsraum und die Hauptstadt Kolumbiens. Weltweit belegt Bogotá Rang 37 von 64 (April 2016) in der Liste der am schnellsten wachsenden Metropolen mit mehr als 6 Millionen Einwohnern. Die Stadt ist Verkehrsknotenpunkt sowie wichtigstes Wirtschafts- und Kulturzentrum des Landes mit international angesehenen Universitäten, Hochschulen, Museen und Baudenkmälern.

Bevölkerung

Kolumbien hat 48,2 Millionen Einwohner (2015), von denen ca. 70 % in den Ballungsgebieten und Städten in der Andenregion sowie der Karibikküste leben. Die Tiefebenen im Osten sind nahezu unbewohnt. Heute gehören noch ca. 200.000 Einwohner den indigen Stämmen an. Sie leben auf der Halbinsel Guajira, dem Einzugsgebiet des Orinoco und in den Anden-Hochtälern. Etwa 20% der Bevölkerung sind Weiße, der Anteil der Mestizen beträgt etwa 50 % und die Bevölkerungsgruppe der Afrikaner und ihrer Nachfahren machen einen Anteil von etwa 30 % aus.

Cartagena de Indias

Die wichtigste Hafenstadt des Landes wurde 1994 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Viele Gebäude aus der ehemaligen Kolonialzeit sind noch erhalten und besonders die Altstadt beeindruckt durch ihr karibisches Flair, ihre Lebensfreude und ihre bunten Häuser, sodass Cartagena zu den wohl schönsten Kolonialstädten Lateinamerikas gehört. Die nebenan liegende Landzunge „Bocagrande“ steht im starken Kontrast dazu. Dieser sehr moderne Teil der Stadt besteht aus schicken Hotelanlagen und die Skyline könnte als die kleine Schwester des US-amerikanischen Miamis betrachtet werden.

Cashew

(s. auch Marañón) Kolumbien forscht seit den 1960er Jahren im Bereich der technischen und agroindustriellen Entwicklung entlang der Cashew-Wertschöpfungskette. In Kolumbien ist Cashew bekannt unter dem Namen „Marañón“. 1988 importierte das kolumbianische Agrar-Forschungsinstitut Corpoica unterschiedliche Cashewarten aus dem Cashew-Hauptanbauland Brasilien, um eine qualitative Auslese für die hiesigen klimatischen Bedingungen treffen zu können. 1994 wurden zehn herausragende Arten ausgewählt und mit der kolumbianischen Mutterpflanze im Pfropfenverfahren zusammengeführt. 2008 wurden drei Cashewarten ausgewählt, die sich durch hohe Ernteerträge sowie Cashewkerne mit Exportqualität auszeichneten. In Corpoicas Baumschulen und unter fachspezifischer Leitung werden die Setzlinge seither reproduziert. 2015 wurde das Projekt „MAS Marañón Vichada“ von Corpoica, der renommierten Uni Andes sowie der Regierung Vichadas ins Leben gerufen. In praxisorientierten Workshops vermitteln Experten des Cashewsektors ihr Wissen in Bezug auf die Bewirtschaftung der Plantage, die Verarbeitung und Vermarktung des Cashews an die Cashewakteure in Kolumbien. Ziel des Projekts ist es, die Wertschöpfungskette in Kolumbien zu etablieren, durch die Teilung von Arbeitsprozessen Ressourcen zu sparen und gemeinsam die Vermarktung voranzutreiben.

Deutschland

Zwischen Kolumbien und Deutschland bestehen seit langem freundschaftliche und zunehmend enge Beziehungen. Deutschland ist größter Handelspartner Kolumbiens in der EU und der bilaterale Handelsaustausch verzeichnete in den letzten Jahren ein deutliches Wachstum. Außerdem ist eine Reihe von deutschen Großunternehmen mit eigenen Produktionsstätten vertreten. Beim Thema Entwicklungszusammenarbeit wurde im November 2012 „nachhaltige Entwicklung“ als neuer Schwerpunkt vereinbart. Weitere bisherige Schwerpunkte sind die „Friedensentwicklung“ und „Krisenprävention“ sowie der „Umwelt- und Ressourcenschutz“. Auch die wissenschaftlichen Beziehungen sind eng. Dies ist zum einen an den ca. 1900 kolumbianischen Studierenden an deutschen Universitäten zu erkennen und zum anderen daran, dass die Deutschen Schulen in Barranquilla, Bogotá, Cali und Medellín als Exzellenzschulen zertifiziert wurden und einen hervorragenden Ruf genießen.

FARC

Die FARC, eigentlich F.A.R.C.-E.P. (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia – Ejército del Pueblo – Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens - Volksarmee), ist eine kolumbianische Guerillabewegung, die seit dem Jahr 1964 einen bewaffneten Kampf gegen den kolumbianischen Staat, seine Repräsentanten, die kolumbianische Armee sowie gegen rechtsgerichtete paramilitärische Gruppen und Drogenkartelle führte. Zwischen 2002 und 2008 wurde die kolumbianische Guerillabewegung systematisch militärisch geschwächt. Der aktuellen Regierung unter Präsident Juan Manuel Santos gelang es, die seit Oktober 2012 geführten Friedengespräche im November 2016 mit dem Abschluss eines Friedensvertrages zu beenden. Demnach soll die FARC zukünftig als Partei am politischen Geschehen des Landes teilhaben.

Friedensprozess

Nach vierjährigen Verhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC stimmte das Volk beim Plebiszit am 2. Oktober 2016 mit einer knappen Mehrheit zunächst gegen das Friedensabkommen. Die Vertreter des „Si“-Lagers um Präsident Santos nahmen direkt die Gespräche mit Vertretern des „No“-Lagers um Ex-Präsident Uribe auf, um die Ursachen des Scheiterns zu erörtern. Nach erneuten Verhandlungen und der Überarbeitung des Friedenvertrages, billigten der kolumbianische Senat und das Repräsentantenhaus Ende November 2016 das Abkommen. Der Vertrag umfasst die Themenpunkte Agrarreform, Politische Beteiligung, Ende des Konflikts, Drogenhandel, Opfer und Sonderjustiz sowie Implementierung der einzelnen Vertragspunkte. Des Weiteren sind Friedensverhandlungen mit dem ELN (Ejército de Liberación Nacional), der zweiten Guerillagruppe in Kolumbien, im Gang.

Geschichte Kolumbiens

1539:
Gründung der Stadt „Santa Fé de Bogotá“

1550:
Die Regierung des Vizekönigtums „Neugranada“ konstituiert sich

1739:
Neugranada (mit Bogotá als Hauptstadt) umfasst die heutigen Länder: Kolumbien, Venezuela, Ecuador und Panama

1801:
Alexander von Humboldt erreicht Kolumbien in seiner Südamerika-Forschungsreise (1799-1804)

1810:
Beginn der Unabhängigkeitskämpfe

1819:
Simón Bolívar ruft Republik Kolumbien aus und etabliert Kolumbiens Unabhängigkeit

1919:
deutsche und kolumbianische Piloten gründen SCADTA (heute: Avianca)

1948:
Jorge Gaitán, Präsidentschaftskandidat der Liberalen, wird ermordet; Beginn des landesweiten Volksaufstands „El Bogotazo“; Bauern bilden Guerillas; Gewaltwelle bis 1953

1958:
Liberale und Konservative vereinbaren Machtteilung: ein striktes 2-Parteien-System, die „Frente Nacional“

1964-68:
Gründung von Guerillagruppierungen: FARC, ELN und EPL; Auslöser auch die Medelliner Bischofskonferenz: Theologie der Befreiung

1985:
Nationalistische Guerillatruppe M-19 stürmt Justizpalast; bei Wiedereroberungsversuch der Polizei kommt die Hälfte der Richter des obersten Gerichts um

1989-90:
Regierung vereinbart Friedensabkommen mit M-19 & EPL; AUC töten Luis Carlos Galán, Präsidentschaftskandidat der Liberalen

1993:
weltweit bekannter Drogenboss Pablo Escobar wird erschossen

2002-10:
Präsident Álvaro Uribe bekämpft Guerillas mithilfe der USA militärisch; Demobilisierung der Paramilitärs resultiert in Amnestie für viele ´

2010:
Oberster Gerichtshof verbietet Uribe eine weitere Kandidatur, Juan Manuel Santos wird neuer Präsident

2016:

29. August:
Nach vierjährigen Verhandlungen Friedensabkommen zwischen Reg. und FARC

2. Oktober:
Referendum über Friedensabkommen: knapp „No“, Wahlbeteiligung: 37 %

6. Oktober:
Juan Manuel Santos erhält den Friedensnobelpreis

Ende November:
Überarbeitete Friedensvertrag wird durch den kolumbianischen Senat und das Repräsentantenhaus gebilligt und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft

Handel

Zu den wichtigsten Exportgütern Kolumbiens zählen Kohle und Erdöl. Kolumbien ist Hauptlieferant für hochwertige Smaragde. Auch Platin, Gold und Silber spielen eine Rolle. Weitere wichtige Exportgüter sind Kaffee, Schnittblumen und Tabak sowie Nahrungsmittel wie Bananen, Reis, Mais, Zuckerrohr und Kakaobohnen. Bedeutende Industriezweige sind die Textilherstellung, die Metallverarbeitung sowie die chemische und petrochemische Branche. Wichtigste Einfuhrgüter sind Kraftfahrzeuge, Ausrüstungen für die Telekommunikation, chemische Produkte und Vorprodukte, Eisen- und Stahlprodukte, Papier und Karton, Polyethylen und landwirtschaftliche Produkte. Bedeutendster Handelspartner sind die USA, die 40 % der kolumbianischen Exporte abnehmen. Zweitwichtigster Handelspartner sind die Staaten der Andengemeinschaft (Bolivien, Ecuador, Peru), gefolgt von der Europäischen Union. Der Handel mit der Volksrepublik China gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Investitionsklima

Es herrscht ein positives Investitionsklima mit steigenden Auslandsinvestitionen und wachsendem Tourismus. Dies liegt insbesondere an der sich stetig verbesserden Sicherheitslage und den stabiler werdenden wirtschaftlichen Rahmendaten wie z.B. einer niedrigen Inflationsrate, einem steigenden Bruttoinlandsprodukt, sinkender Armut sowie einer geringen Arbeitslosenquote. Zudem verhalfen ambitionierte Reformen in der Geschäftsregulierung dem Land dazu, zu einem der gefragtesten Investitionsländer Lateinamerikas zu werden: Rang 53 (von 190) auf der Liste „Ease of Doing Business“ der Weltbank, dem dritthöchsten Rang der Region Lateinamerika & Karibik und Rang 1 (von 32) in der Kategorie „Schutz kleinerer Anleger“.

Innovation

Innovation
Die zweitgrößte Stadt Kolumbiens, Medellín, wurde im Jahr 2012 von dem Urban Land Institute (ULI) zur innovativsten Stadt der Welt gewählt. Medellín konnte sich gegen die Weltstädte New York und Tel Aviv durchsetzen. Das Institut verwies auf die drastisch gesunkene Mordrate von 6.500 Fällen (1991) auf 778 Fälle (2005), die damit weit unter dem Durchschnitt lateinamerikanischer Großstädte liegt. Außerdem wurden die Bibliotheken, Galerien, sowie die Infrastruktur der Stadt hervorgehoben. Seit 1995 verfügt Medellín als einzige Stadt Kolumbiens über eine Hochbahn, die die Stadt mit ihrer Umgebung verbindet. Ferner werden zwei Seilbahnlinien zu den Armenvierteln betrieben.

Indigene Bevölkerung

Der indigene Bevölkerungsanteil Kolumbiens beträgt 3,4 %, was einer Anzahl von fast 1,6 Mio. entspricht. Im Department Vichada, wo das Agrar- und Forstprojekt der Colombia Companions liegt, macht die indigene Bevölkerung einen Anteil von 39,6 % aus. Die indigenen Gruppen versuchen ihre Traditionen und eigenen Sprachen zu schützen, was Ihnen jedoch wie überall auf der Welt zunehmend weniger gelingt.

Javeriana

Die Pontificia Universidad Javeriana wurde bereits 1623 gegründet und zählt damit zu den ältesten Universitäten des Landes. Der Hauptsitz der Javeriana ist in Bogotá und befindet sich damit in prominenter Nachbarschaft: Die Universidad de los Andes befindet sich ein paar hundert Meter entfernt in Bogotás Altstadt und ist eine der auserwählten und prestigereichsten Universitäten Lateinamerikas.

Jugos

Jugos
Wer an Kolumbiens Küsten unterwegs ist, sollte unbedingt an einem der unzähligen, meist mobilen Saftwagen haltmachen. Kolumbiens Landwirtschaft bietet eine breite Vielfalt an frischen, exotischen Früchten wie Ananas, Baumtomate, Lulo, Maracuja u.v.m. an. Die Säfte werden auf Wunsch mit Milch oder Wasser, gezuckert oder ungesüßt zum kleinen Preis serviert.

Klima

In den meisten Gebieten Kolumbiens ist es sehr feucht, in den heißen Küstenregionen am Pazifik fallen im Jahr bis zu 500 Zentimeter Regen. Die Karibikküste ist etwas trockener. In den Anden gibt es drei Klimazonen, die tierra caliente (heißes Tiefland), die tierra templada (gemäßigtes Hochland) und die tierra fría (kaltes Hochland). Eine Besonderheit der letztgenannten Zone ist das ganzjährig frühlingshafte Klima, das zum Beispiel in Medellín herrscht.

Landwirtschaft

In den gemäßigten Zonen wird Kaffee angebaut, Kolumbiens wichtigstes landwirtschaftliches Exporterzeugnis. Dort wachsen außer Zitrusfrüchten und anderem Obst auch Tomaten, Mais, Bohnen, Yucca und Getreide. In den heißen Gegenden erntet man Baumwolle, Bananen, Reis, Zuckerrohr, Kakao und Tabak. In den kälteren Klimazonen werden hingegen Kartoffeln, Weizen und Gerste, Gemüse, Obst und Blumen angebaut, wobei letztere wichtige Exportwaren sind.

Marañón

(s. auch Cashew) Marañón ist die spanische Übersetzung von Cashew. In Kolumbien gewinnen die Nusskerne zunehmend an Beliebtheit. Auch, wenn der Cashewbaum, der aus dem Amazonasgebiet stammt, ein heimischer Baum ist, bestehen bisher nur wenige konventionelle Plantagen in Kolumbien. Hauptsächlich werden die benötigten Cashew-Mengen aus Brasilien und den USA importiert. Durch das u.a. von der kolumbianischen Regierung unterstützte Projekt „MAS Marañón Vichada“ soll der lokale Anbau und die Verarbeitung von Cashew gefördert werden und die Importprodukte ersetzt werden.

Márquez

Márquez

Gabriel José García Márquez (* 6. März 1927 in Aracataca, Kolumbien; † 17. April 2014 in Mexiko-Stadt, Mexiko), war ein kolumbianischer Schriftsteller, Journalist und Literaturnobelpreisträger. García Márquez hat den Stil des Magischen Realismus, der magische Elemente in realistische Situationen integriert, popularisiert. Viele seiner Werke thematisieren die individuelle Isolation sowie die Isolation Lateinamerikas.

Bild:
By Jose Lara - Flickr: Gabriel Garcia Marquez (on malvenko.net: [1]), CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19150435

Nobelpreis

Präsident Juan Manuel Santos erhielt den Friedensnobelpreis 2016 für seine Bemühungen, den seit über 50 Jahren währenden Guerillakrieg zu beenden. Laut des Komitees in Oslo gelte die Anerkennung auch dem kolumbianischen Volk, das die Hoffnung auf Frieden nicht aufgegeben habe, sowie den zahlreichen Opfern des Krieges.

Orinoquia

Orinoquia
Eine der fünf geografischen Regionen Kolumbiens ist die Orinoquia (auch Llanos Orientales), die sich vom Fuße der Anden im Osten des Landes bis zum Grenzfluss Orinoco erstreckt. Die Orinoquia ist eine der letzten ursprünglichen Regionen des Planeten, 76 % der Fläche sind mit natürlichen und semi-natürlichen Ökosystemen bedeckt. Die Region verfügt über eines der größten Artenreichtümer von Süßwasserfischen und Vögeln der Welt. 32,4 % der gesamten Wasservorkommen des Landes kommen in der Orinoquia vor. Das Department Vichada, in dem das Agrar- und Forstprojekt der Colombia Companions liegt, zählt zu dieser Region.

Ökologie

Kolumbien ist so reich an ökologischen Schätzen wie praktisch kein anderes Land dieser Erde. Auf nur 0,8 % der nicht vom Meer bedeckten Erdoberfläche finden sich über 10 % der bekannten Flora und Fauna unserer Erde. Zur Erhaltung dieser Biotope, die für die gesamte Welt wichtige Ressourcen darstellen, wurden nationale Naturparks eingerichtet, die speziell geschützt und vom Umweltministerium verwaltet werden.

Pazifikabkommen

Im April 2011 unterzeichneten Kolumbien, Chile, Peru und Mexiko das Pazifikabkommen (span. „Alianza del Pacífico“). Gemeinsam verfolgen die Mitglieder das Ziel einer Zollunion, einer Reise- und Visafreiheit sowie eines gemeinsamen Börsenplatzes. Außerdem treten sie als Interessensgemeinschaft mit einer verstärkten Verhandlungsposition gegenüber den USA und Europa sowie insbesondere Asien auf.

Persönlichkeiten

Neben Gabriel José García Márquez (s. Márquez) zählen zu Kolumbiens berühmten Gesichtern die Künstler Shakira und Juanes, der Fußballspieler Carlos Valderrama und der einst reichste Mensch der Welt und Drogenbaron Pablo Escobar sowie der Bildhauer und Maler Fernando Botero.

Religion

Der Großteil der kolumbianischen Bevölkerung ist katholisch. Dem Glauben wird sehr intensiv nachgegangen – zu jeder Tageszeit erlebt man betende Menschen, in fast allen Kirchen gibt es täglich eine Messe, Busfahrer bekreuzigen sich vor scharfen Kurven oder beim Passieren von Kirchen. Die restlichen Einwohner gehören dem protestantischen, muslimischen, jüdischen oder Rastafari-Glauben an.

Sicherheit

Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich seit 2002 kontinuierlich verbessert. Sie ist in den meisten Metropolen (insbesondere in Bogotá) mit der Sicherheitslage anderer lateinamerikanischer Großstädte durchaus vergleichbar.

Standort

Kolumbien gilt mit seinem strategisch optimalen Standort als Brücke nach Zentralamerika. Als nördlichstes Land Südamerikas verfügt Kolumbien über das Alleinstellungsmerkmal unter den südamerikanischen Staaten sowohl einen Zugang zum Pazifischen als auch zum Atlantischen Ozean zu haben. Ein wichtiger Standortfaktor, der Exporte in die Hauptabnehmerländer USA und China erleichtert und Kolumbien zur Drehscheibe der Region macht.

Tamales

Tamales
Typische kulinarische Spezialität bestehend aus einer Maismasse die meist mit Fleisch, Reis und Gemüse in ein Bananenblatt gewickelt und gekocht wird.

Tejo

Tejo wurde im Juni 2000 vom kolumbianischen Kongress zum Nationalsport ernannt und ist ein geselliges Spiel bei dem zwei Teams gegeneinander antreten. Die moderne Version des Indianerspieles namens Turmequé, wird schon über 500 Jahre lang in den Departamentos Cundinamarca und Boyacá gespielt. Ziel ist es, eine eiserne Halbkugel, den Tejo, in einen metallischen Kreis zu werfen und dabei eine der vier Schwarzpulvertaschen, die Mechas, zu treffen und zum lauten Knall zu bezwingen.

UNESCO – Weltkulturerbe bzw. Weltnaturerbe

Kolumbien hat sieben Stätten, die von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt wurden:

  1. Hafen, Befestigungen und Baudenkmale der Stadt Cartagena de Indias (1984)
  2. Nationalpark Los Katíos (1994)
  3. Historisches Zentrum von Santa Cruz de Mompox (1995)
  4. Archäologischer Park von Tierradentro (1995)
  5. Archäologischer Park von San Agustín (1995)
  6. Insel und Naturreservat Malpelo (2006)
  7. „Kaffee Dreieck“ – Kaffeeanbaugebiete in den westlichen und zentralen Kordilleren (2011)
  8. Qhapaq Ñan – Anden-Straßensystem der Inka (2014)

Volkswirtschaft

Kolumbien ist die viertgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas und verfügt über einen Zugang zum internationalen Kapitalmarkt. Als Schwellenland klassifiziert und als Land gehobener mittlerer Einkommen, bewirbt sich Kolumbien um die Aufnahme in die OECD. Der Beitritt zur OECD wird für das Jahr 2017 erwartet.